Wintertage im Barnim: Zwischen Schnee und erstem Licht


Bernau (sm) – Der Januar zeigt sich in diesem Jahr noch einmal von seiner winterlichen Seite. Es ist eisig, wir hatten den ersten Schnee und nun ist Eisregenzeit für die kommenden Tage.

Draußen ist deutlich zu spüren: Der Winter ist noch nicht vorbei. Gleichzeitig verändert sich etwas … im Licht, in der Luft, in der Art, wie sich die Tage anfühlen.

Typisch für diese Zeit sind die kleinen Naturboten, die man leicht übersieht. Gefrorene Wege am Morgen, klare, kalte Luft und eine besondere Stille im Wald. An geschützten Stellen zeigen sich bereits die ersten Schneeglöckchen. Sie drängen sich nicht auf, sie sind einfach da. Kein Versprechen, sondern ein leiser Hinweis: Das Licht kommt zurück, auch wenn der Winter noch bleibt.


Im Barnim gehört dieses Wechselspiel zum Alltag. Schnee und Tauwetter liegen oft nah beieinander, Felder und Wälder wirken ruhig, fast zurückgezogen. Wer jetzt unterwegs ist, passt sich an: kürzere Wege, festes Schuhwerk, ein Blick auf den Himmel. Es ist keine Zeit für große Unternehmungen, sondern für das, was sich gut einfügen lässt.

Diese Tage zwischen Ende Januar und Anfang Februar fordern nichts. Sie laden eher dazu ein, aufmerksam zu bleiben. Zu schauen, wie viel draußen gerade möglich ist UND wie viel drinnen gut tut. Natur und Wetter geben den Takt vor, nicht der Kalender.

Der Februar steht schon bereit, ohne dass man ihn herbeireden müsste. Bis dahin darf der Winter noch da sein, mit Schnee, Kälte und klarer Luft. Diese Zwischenzeit trägt genau das in sich: Ruhe, Beobachtung und erste stille Zeichen von Veränderung.

Und ein bisschen Vorfreude darf trotzdem sein.

Anfang Februar beginne ich wieder mit meinen Vorträgen bei der URANIA Barnim, im Rahmen der Seniorenakademie. Am 4. Februar geht es in nach Werneuchen, um das Landschaftsgebiet Barnim in 90 Minuten vorzustellen. Es geht um unsere Region, in der wir leben, ihre Besonderheiten und das, was sie ausmacht.

Das fühlt sich für mich gut an: Den Winter langsam hinter sich zu lassen und den Blick wieder weiter werden zu lassen.

Herzliche Grüße aus dem winterlichen Barnim 🌸 Silke