
Bernau (sm) – Manche Schätze erzählen ihre Geschichte nicht auf den ersten Blick. Im Stadtarchiv Bernau wird derzeit ein ganz besonderes Fundstück vorgestellt: Das Fragenbuch des Bernauer Handwerker-Vereins aus den 1860er-Jahren.
Auf den ersten Blick wirkt das Buch unscheinbar. Beim Aufschlagen offenbart sich jedoch eine erstaunliche Sammlung von insgesamt 565 Fragen.
Viele drehen sich gar nicht um das Handwerk …
… sondern um Natur, Geschichte, Kunst oder das Leben selbst. So fragten sich die Menschen damals zum Beispiel:
„Sind die Sterne von lebenden Wesen bewohnt?“ Oder: „Wo bleiben im Winter die Störche?“ Auf manche Fragen finden sich kurze Antworten, viele andere blieben offen und regen noch heute zum Nachdenken an.
Der Bernauer Handwerker-Verein wurde 1861 neu gegründet und verfolgte ein klares Ziel:
Bildung fördern, berufliches Wissen erweitern und den Austausch unter den Mitgliedern stärken.
Ob das Fragenbuch als Ideensammlung für Vorträge diente, während gemeinsamer Abende entstand oder von den Mitgliedern selbst gefüllt wurde, lässt sich heute nicht mehr eindeutig beantworten. Gerade das macht seinen besonderen Reiz aus.
Das Fragenbuch zeigt, wie groß die Neugier der Menschen schon vor mehr als 160 Jahren war.
Es erinnert daran, dass Lernen oft mit einer einfachen Frage beginnt. Wer sich für die Geschichte Bernaus interessiert, kann das Stadtarchiv nach vorheriger schriftlicher Anfrage nutzen.Sende dazu eine Mail an stadtarchiv@bernau-bei-berlin.de.
Quelle: Stadt Bernau bei Berlin
Text und Foto: © Stadt Bernau bei Berlin / Felix Rosenberg
Journalistisch überarbeitet für unsere Leser:innen.
Mein persönliches Fazit:
Ich mag solche Fundstücke besonders.
Sie zeigen, dass Menschen schon vor über 160 Jahren dieselben Fragen bewegten wie uns heute.
Manche Antworten haben wir inzwischen gefunden. Andere beschäftigen uns bis heute.
Vielleicht ist genau das das Schönste an Geschichte: Sie verbindet Generationen über ihre Neugier.