đŸ›” Vespa-Zeit im Barnim


Bernau (sm)Oder: Wie ich auf die Idee kam, mir mit 50plus einen Roller zu kaufen. Heute habe ich die Versicherung fĂŒr meinen Roller abgeschlossen. Eigentlich ist das keine große Sache. Ein paar Klicks, ein paar Daten eingeben und fertig.

Trotzdem saß ich danach mit einem LĂ€cheln da und habe gedacht: Jetzt wird es langsam ernst. Meine Burnout MiniMe ist nach der Reparatur wieder startklar. Sie steht da in ihrem Mattgrau mit der hellbraunen Sitzbank und sieht so aus, als wĂŒrde sie nur darauf warten, dass wir beide endlich losfahren.

Und genau da beginnt die Geschichte. Viele Menschen denken vermutlich, dass ich schon immer Roller gefahren bin. TatsĂ€chlich stimmt das gar nicht. Ich habe einen AutofĂŒhrerschein und fahre seit vielen Jahren Auto. Auf einem Roller war ich bisher jedoch nie unterwegs.

Als ich die MiniMe gekauft habe, fand ich die Vorstellung wunderschön, kleine Touren durch den Barnim zu machen. Nicht weit weg und nicht auf der Suche nach dem nĂ€chsten großen Erlebnis. Eher so, wie ich auch gern spazieren gehe: langsam, neugierig und mit offenen Augen fĂŒr die kleinen Dinge am Wegesrand.

In meinem Kopf sehe ich mich schon an einem See sitzen, unter einem Baum im Schatten eine Pause machen oder irgendwo einen Kaffee trinken, wÀhrend die MiniMe neben mir steht.

In der RealitÀt merke ich allerdings auch, dass zwischen Vorstellung und erster Fahrt noch ein kleiner Schritt liegt. Oder besser gesagt: mehrere kleine Schritte.

Denn so ein Roller fÀhrt nicht von allein los und
Mut lÀsst sich leider auch nicht online bestellen.

Deshalb habe ich beschlossen, mir keinen Druck zu machen. Ich muss niemandem etwas beweisen. Die MiniMe lÀuft mir nicht weg und der Barnim bleibt auch nÀchste Woche noch da.

Mein erster Plan ist deshalb ganz einfach: Erst einmal ankommen. Mich mit dem Roller vertraut machen. Ein paar ruhige Strecken suchen und schauen, wie sich das Ganze ĂŒberhaupt anfĂŒhlt. Vielleicht wird daraus eine neue Leidenschaft. Vielleicht werde ich nach den ersten Metern denken:

Warum habe ich das nicht schon frĂŒher gemacht? Vielleicht brauche ich aber auch etwas lĂ€nger. Und das ist völlig in Ordnung. FĂŒr Barnim-Entdecken.de möchte ich jedenfalls eine kleine Reihe daraus machen. Vorausgesetzt natĂŒrlich, ich traue mich tatsĂ€chlich auf die Straße. *lach*

Wenn alles klappt, nehme ich dich in den kommenden Wochen mit auf meine ersten Kilometer durch den Barnim. Dann wird es nicht um Geschwindigkeit gehen, sondern um kleine (R)Auszeiten vor der HaustĂŒr, schöne Wege, nette PausenplĂ€tze und die Frage, was man alles entdecken kann, wenn man sich Zeit lĂ€sst.

Heute freue ich mich erst einmal darĂŒber, dass die Versicherung abgeschlossen ist, die MiniMe startklar vor der TĂŒr steht und ein neuer Abschnitt darauf wartet, begonnen zu werden.

HerzensgrĂŒĂŸe an meine Lesewesen 🌾 Silke