
Babelsberg (sm) – Wie sollen unsere Städte und Dörfer in Zukunft aussehen? Was passiert mit alten Fabriken, historischen Gebäuden oder leerstehenden Häusern? Und wie entstehen neue Orte zum Wohnen, Arbeiten und Begegnen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der diesjährige Tag der Baukultur Brandenburg. An rund 60 Orten im ganzen Land öffneten Projekte, Baustellen und besondere Gebäude ihre Türen für Besucherinnen und Besucher.
Zu sehen gab es ganz unterschiedliche Beispiele: historische Dorfkerne, umgenutzte Industrieanlagen, Kirchen, Wohnquartiere, Kulturorte und Infrastrukturprojekte. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die solche Projekte planen und umsetzen.
Dabei wurde deutlich, dass Baukultur viel mehr ist als Architektur.
Sie begegnet uns jeden Tag. In den Straßen, durch die wir gehen. Auf Plätzen, auf denen wir uns treffen. In Parks, Brücken, Wohnhäusern oder öffentlichen Gebäuden.
Besonders spannend waren Projekte, die bestehende Gebäude weiter nutzen, statt sie abzureißen. So entstehen aus alten Bauwerken neue Orte für Wohnen, Kultur, Vereine oder Freizeit. Das spart Ressourcen und bewahrt zugleich ein Stück Geschichte.
Auch bekannte Orte wie die Gartenstadt Marga, Eisenhüttenstadt oder das Lausitzer Seenland standen im Mittelpunkt verschiedener Führungen und Veranstaltungen. Dort konnten Besucherinnen und Besucher erleben, wie sich Regionen verändern und weiterentwickeln.
Die große Resonanz zeigt, dass viele Menschen wissen möchten, wie ihre Umgebung gestaltet wird. Der Tag der Baukultur macht solche Entwicklungen verständlicher und lädt dazu ein, die eigene Heimat mit anderen Augen zu betrachten.
Mein persönliches Fazit:
Oft laufen wir täglich an Gebäuden, Plätzen oder Brücken vorbei, ohne darüber nachzudenken, wie viel Planung, Geschichte und Engagement dahinterstecken. Der Tag der Baukultur erinnert daran, dass unsere Umgebung nicht zufällig entsteht, sondern von Menschen gestaltet wird. Und genau deshalb geht Baukultur uns alle etwas an.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.06.26
Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK)
Text: © Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK)
Foto: Silke Maier, Potsdam Babelsberg
Journalistisch überarbeitet für unsere Leser:innen.